Modernes Wohnen mit Photovoltaik

Eine Photovoltaikanlage zur Stromselbstversorgung, effiziente Wärmeversorgung, E-Ladestationen vor der Haustüre und intelligente Strommessgeräte mit Energiemonitoring: So sieht das erste „Haus der Energiezukunft“ der Energie Burgenland aus, das durch die Neue Eisenstädter – Gemeinnützige Bau-, Wohn- und Siedlungsgesellschaft m.b.H. am Winzerweg in Eisenstadt realisiert wurde. Möglich macht dies eine Neuerung im Elektrizitäts- und –organisationsgesetz (ElWOG) vom Juni 2017, die den Weg für die gemeinschaftliche Nutzung von Photovoltaikanlagen mehrerer Teilnehmer ebnete. Die Anlage in Eisenstadt – mit 36 Wohnungen auf drei Stiegen aufgeteilt – wurde Mitte Juni an die Bewohner übergeben und ist erst der Anfang einer Reihe solcher energieeffizienten Wohnbauten für das sonnenreichste Bundesland.

„Das Haus der Energiezukunft ist ein Paradebeispiel dafür, wie sich Wohnen in den kommenden Jahren verändern wird. Der Konsument wird zum Stromproduzent grüner Energie“, so Energie Burgenland Vorstandsvorsitzender Michael Gerbavsits. „Hierfür testen wir gerade ein neues Konzept für Privatkunden. Denn in Zukunft sollen sich die Bewohner an einer Photovoltaik-Gemeinschaftsanlage finanziell beteiligen können“, präzisiert Gerbavsits. Mit dem Projekt „Modernes Wohnen“ hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, energieeffizientes Wohnen in Zusammenarbeit mit diversen Bauträgern im gesamten Burgenland voranzutreiben.

Modernes Wohnen im „Haus der Energiezukunft“

„Die Vorteile des Projektes in der Landeshauptstadt sprechen für sich: Direkt vor der Haustüre wurden zwei E-Ladestationen errichtet, die rund um die Uhr in Betrieb sind. Auf dem Dach der Stiege 2 hat die Energie Burgenland eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 11,1 Kilowatt-Peak (kWp) errichtet und testet hierfür das neue Konzept für Privatkunden“, berichtet Energie Burgenland Vorstandsdirektor Alois Ecker.

In der Pilotphase wird der erzeugte Ökostrom zur Abdeckung des Stromverbrauchs für Heizung und Warmwasserbereitung (eine Kombination aus Erdgas und thermischer Solaranlage) sowie für den Betrieb der E-Ladestationen verwendet. Etwaiger Überschussstrom kann mittels elektrischem Heizstab in Wärme umgewandelt werden. Diese Konstellation lässt  die Betriebskosten senken. Im zweiten Schritt sollen die Bewohner die selbstproduzierte grüne Energie auch für ihren täglichen Bedarf nutzen können.

Dokumentiert wird der Stromverbrauch im Stiegenaufgang mittels „Smartmonitor“: Dabei handelt es sich um ein Konstrukt aus intelligenten (digitalen) Strommessgeräten, die den aktuellen Konsum auf einem Display wiedergeben. Dies verschafft den Bewohnern mehr Kostentransparenz und zeigt sogleich Einsparpotenziale auf. Am Smartmonitor finden sich außerdem aktuelle Informationen zum Wohnobjekt, wie etwa zur Verfügbarkeit der Ladestationen oder Nachrichten der Hausverwaltung.

Mehrwert an Lebensqualität

„Mit unserem aktuellen Wohnprojekt am Winzerweg bieten wir wie gewohnt nicht nur hohe Wohnqualität, wir leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und ermöglichen den Bewohnern einen Mehrwert an Lebensqualität. Mit der Photovoltaik-Anlage und den E-Ladestationen wird hier bereits Zukunft gelebt“, freut sich Anton Mittelmeier, Geschäftsführer der NEUEN EISENSTÄDTER.

Foto (v.l.n.r.): Mag. Michael Gerbavsits, Vorstandsvorsitzender Energie Burgenland; KommRat Dr. Alfred Kollar, OSG- Obmann; Dipl. Ing. Alexander Pultz, Geschäftsführer Energie Burgenland Wärme und Service GmbH; KommRat Dir. Anton Mittelmeier, Geschäftsführer Neue Eisenstädter; Dr. Alois Ecker, Vorstandsdirektor Energie Burgenland